Grundlagen der Netzplantechnik
Ein Vorgangsknoten-Netzplan visualisiert zeitliche Abhängigkeiten in Projekten. Ziel ist es, den Projektabschluss zu terminieren und Engpässe (Kritischer Pfad) zu erkennen.
1. Der Knoten (DIN 69900)
Jeder Kasten repräsentiert eine Aufgabe (Vorgang). Die Felder sind wie folgt angeordnet:
- FAZ/FEZ (Vorwärts): Wann kann ich frühestens beginnen/enden?
- SAZ/SEZ (Rückwärts): Wann muss ich spätestens beginnen/enden, um das Projektziel nicht zu gefährden?
- GP (Gesamtpuffer): Zeitreserve zum Projektende.
GP = SAZ - FAZ. - FP (Freier Puffer): Zeitreserve zum Nachfolger.
FP = FAZ(Nachfolger) - FEZ.
2. Vorwärts- & Rückwärtsrechnung
FAZ = Höchster FEZ aller VorgängerFEZ = FAZ + DauerSEZ = Niedrigster SAZ aller NachfolgerSAZ = SEZ - Dauer3. Pufferzeiten (GP & FP)
Der GP gibt an, um wie viel sich ein Vorgang verschieben darf, ohne das Projektende zu gefährden.
GP = SAZ - FAZ oder GP = SEZ - FEZ
Der FP gibt an, um wie viel sich ein Vorgang verschieben darf, ohne den Frühesten Start (FAZ) des direkten Nachfolgers zu gefährden.
FP = FAZ(Nachfolger) - FEZ(Vorgang)
Gibt es mehrere Nachfolger, nimmt man den kleinsten FAZ-Wert. Ohne Nachfolger ist FP meist 0 (oder Puffer zum Projektende).
4. Kritischer Pfad
Der Pfad vom Start zum Ende, auf dem alle Vorgänge keine Pufferzeit haben (GP = 0). Jede Verzögerung auf diesem Pfad verschiebt den Endtermin des gesamten Projekts direkt. Im Trainer wird dieser Pfad rot markiert.